IDEAL-X
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KI-Readiness · Phase 1

Nicht am Anfang der KI-Nutzung. Am Anfang ihrer Steuerung.

Fallstudie · veröffentlicht am

Wie ein IT-Dienstleister im Konzernverbund den Startpunkt für gesteuerte KI gefunden hat — und warum der erste Schritt nicht Technik war, sondern Klarheit.

Auf einen Blick

Branche
IT-Dienstleister, eingebunden in eine Konzernstruktur
Größe
rund 50 Mitarbeitende
Kontext
Erhöhte Vertraulichkeit: Schweigepflichten, mögliche besondere Datenkategorien nach Art. 9 DSGVO
Ausgangslage
KI informell in sechs Funktionsbereichen im Einsatz, ohne gemeinsame Regeln — Reifegrad unterhalb Stufe 1
Leistung
KI-Readiness-Check (Phase 1): 7 Dimensionen, 51 Kriterien, 5 Reifegrad-Stufen
Ergebnis
Informelle Nutzung sichtbar gemacht · Compliance-Lücke (Art. 4 EU AI Act) erkannt · Fahrplan zur Steuerbarkeit

Das IDEAL-X KI-Readiness-Framework

7

Dimensionen im KI-Readiness-Framework

51

Kriterien, mit denen der Reifegrad erhoben wird

5

Reifegrad-Stufen vom Einstieg bis zur gesteuerten KI

Ausgangslage

KI war längst im Haus — nur wusste niemand, in welchem Umfang.

In sechs Funktionsbereichen liefen KI-Werkzeuge, teils privat, teils im Arbeitskontext, ohne gemeinsame Regeln. Kein Zielbild, keine Policy, keine benannte Verantwortung — und kein dokumentierter Nachweis, dass die Mitarbeitenden für den Umgang mit KI ausreichend qualifiziert sind. Eine Pflicht, die seit Februar 2025 aus Art. 4 EU AI Act gilt.

Das eigentliche Risiko war kein einzelner Vorfall, sondern die fehlende Steuerbarkeit. Im Konzernverbund, mit Schweigepflichten und möglichen besonderen Datenkategorien nach Art. 9 DSGVO, wiegt informelle Nutzung ohne Rahmen schwer. Die Geschäftsführung hat das erkannt — und nicht abgewartet.

Vorgehen

Aus einem diffusen Gefühl ein belastbarer Befund.

01

Strategiegespräch mit der Geschäftsführung

Zuerst wird geklärt, worum es geht: Was treibt das Thema, welche Vertraulichkeitsanforderungen gelten im Konzernverbund, und welche Entscheidung soll der Check am Ende ermöglichen. So entsteht der Rahmen, in dem die Erhebung belastbar wird — statt eines diffusen „wir sollten mal etwas mit KI machen“.

02

Strukturierte Vorabevaluierung im Führungsteam

Das Führungsteam bewertet die sieben Dimensionen anhand von 51 Kriterien — von Strategie und Governance über Daten und Technik bis zu Kompetenz und konkreten Use Cases. Aus Einzelbildern wird ein gemeinsames, vergleichbares Lagebild.

03

Workshop zur Validierung

Im Workshop werden die Einschätzungen gemeinsam geprüft, Widersprüche aufgelöst und mit den Mindestvoraussetzungen für einen verantwortbaren KI-Einsatz abgeglichen. Heraus kommt kein Eindruck, sondern ein belastbares Reifegrad-Profil über alle sieben Dimensionen.

Grundlage ist das IDEAL-X KI-Readiness-Framework: sieben Dimensionen, 51 Kriterien, fünf Reifegrad-Stufen — abgeglichen mit den Mindestvoraussetzungen für einen verantwortbaren KI-Einsatz.

Was sichtbar wurde

Drei Dinge, die vorher niemand belegen konnte.

Das volle Bild der informellen Nutzung

Über sechs Funktionsbereiche hinweg, anonymisiert dokumentiert. Zum ersten Mal lag auf dem Tisch, was wirklich lief — statt eines Bauchgefühls.

Operative Substanz, aber kein Rahmen

Bei Use Cases und in der Technik hatte das Unternehmen pragmatisch vorgearbeitet. Was fehlte, war der Rahmen darum herum: Strategie, Governance und klare Verantwortung standen bei null.

Reifegrad unterhalb Stufe 1

Über alle Dimensionen lag das Unternehmen unterhalb der ersten von fünf Stufen. Nicht weil es an Ideen fehlte, sondern an Steuerung.

Radar-Diagramm des KI-Reifegrads über sieben Dimensionen – Governance, Strategie, Steering, Technologie, Use Cases, Talent und Organisation. Alle Werte liegen unterhalb der Stufe-1-Schwelle (Score 3).
Das Reifegrad-Profil aus der Erhebung (anonymisiert): Über alle sieben Dimensionen liegt das Unternehmen unterhalb der Stufe-1-Schwelle (Score ≥ 3).

Das Ergebnis

Was die Geschäftsführung nach dem Check in der Hand hatte.

Sichtbarkeit

Die informelle Nutzung ist dokumentiert statt vermutet — die Grundlage für jede weitere Entscheidung.

Eine benannte Compliance-Lücke

Der fehlende Kompetenznachweis nach Art. 4 EU AI Act wurde als Sofortmaßnahme markiert, nicht als Fußnote. So lässt er sich schließen, bevor er zum Problem wird.

Ein Pfad statt einer Absichtserklärung

Statt „wir sollten mal etwas mit KI machen“ liegt ein konkreter Fahrplan vor: aufeinander aufbauende Sprints mit Aufwänden, Prüfpunkten und Re-Checks. Eine Grundlage, die auch einer Investitionsentscheidung auf Konzernebene standhält.

Wissen Sie, was in Ihren Abteilungen bereits an KI läuft?

Die wenigsten Geschäftsführungen wissen es genau. Der KI-Readiness-Check macht es sichtbar — und zeigt, wo Ihr Unternehmen heute steht und was der nächste verantwortbare Schritt ist.